„Tischtennis hat enormes Potential“: Branche diskutiert in Mainz über Emotionen, Marken und Fans
Wie groß ist das wirtschaftliche und emotionale Potenzial des Tischtennissports? Darüber diskutierten beim Clubtreffen von FANOMICS in Mainz unter anderem DTTB-Chef Dr. Wolfgang Dörner, TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle, Borussia-Düsseldorf-Manager Andreas Preuß und Doppel-Weltmeister Steffen Fetzner. Im Mittelpunkt standen moderne Fananalysen, neue Vermarktungschancen und die Frage, wie Tischtennis seine Stärken künftig noch besser sichtbar machen kann.
Tischtennis als Plattform für Markenaufbau, Emotionen und moderne Fanbindung: Beim diesjährigen Clubtreffen der Firma FANOMICS in Mainz stand der Tischtennissport im Mittelpunkt eines hochkarätig besetzten Abends mit Gästen aus Wirtschaft, Sport und Medien.
Norbert König als ZDF-Reporter, DTTB-Präsidiumsmitglied und passionierter Tischtennisspieler moderierte die Talkrunde mit DTTB-Chef Dr. Wolfgang Dörner, TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle, Doppel-Weltmeister Steffen Fetzner als Vertreter der Tischtennis-Firmen sowie Borussia-Düsseldorf-Manager Andreas Preuß. Im Mittelpunkt standen die Entwicklungsmöglichkeiten des Tischtennissports in Deutschland und die Frage, warum die Sportart in Sachen Emotionalität, Nähe und Markenbildung häufig noch unterschätzt wird.
Fan-Befragungen liefern wertvolle Erkenntnisse
Im Fokus standen dabei insbesondere die Erkenntnisse aus systematischen Fan-Befragungen bei verschiedenen TTBL-Großveranstaltungen. FANOMICS hat mit der Plattform „FanScan“ in den vergangenen Jahren umfangreiche Daten zur Besucherzufriedenheit und zur Beziehung der Fans zum Produkt „Tischtennis“, vor allem der Tischtennis Bundesliga (TTBL), erhoben. Die Ergebnisse zeigen eine kontinuierlich positive Entwicklung in nahezu allen Bereichen – von Atmosphäre und Spannung über die sportliche Attraktivität bis hin zum Unterhaltungswert der Veranstaltungen.
Ziel der Analysen ist es, die Bedürfnisse der Besucher besser zu verstehen und Veranstaltungen gezielt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig liefern die Erkenntnisse wertvolle Impulse für Sponsoring, Vermarktung und strategischen Markenaufbau. Die Gesprächspartner auf dem Podium in Mainz machten deutlich, dass davon künftig nicht nur die TTBL, sondern ganz Tischtennis-Deutschland profitieren soll.
„Mit FANOMICS haben wir ein weltweit einzigartiges Geschäftsmodell entwickelt, das wissenschaftliche Erkenntnisse über Fans aus Sport, Kunst und Musik auf die Beziehungen von Unternehmen zu ihren Kunden und Mitarbeitern überträgt“, erklärte Roman Becker, geschäftsführender Gesellschafter von FANOMICS. „Dass es mir als ehemaligem Zweitliga-Spieler ein Herzensanliegen ist, die Professionalisierung des Tischtennis-Sports in Deutschland zu unterstützen und ihm gleichzeitig eine Bühne vor Entscheidungsträgern der Wirtschaft zu bieten, liegt auf der Hand.“
Becker zog ein positives Fazit des Abends: „Vielen unserer Top-Kunden hat das Treffen die Augen geöffnet, welches enorme Potential Tischtennis bietet und was für eine faszinierende Sportart es ist.“
Tischtennis zum Mitmachen und Netzwerken
Nach der Talkrunde nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit den Vertreterinnen und Vertretern des Tischtennissports. Darüber hinaus konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst zum Schläger greifen und Tischtennis als Mitmachangebot erleben – ein Programmpunkt, der bis in den späten Abend hinein großen Zuspruch fand.
Die Veranstaltung machte deutlich: Tischtennis ist nicht nur ein Wettkampfsport, sondern auch als moderne Erlebnis- und Kommunikationsplattform mit großem Potential für Marken, Partner und Fans.
Statements aus der Talkrunde
Dr. Wolfgang Dörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tischtennis-Bundes:
„Ich durfte Teil der Delegation des Bundeskanzlers bei dessen China-Reise sein. Tischtennis in Deutschland ist aus chinesischer Sicht der wichtigste Auslandsmarkt. Das hat uns mit der China Media Group der dortige Marktführer gesagt. Diese Bestätigung bekommen zu haben, ist für uns sehr wertvoll.“
Nico Stehle, Geschäftsführer Tischtennis Bundesliga (TTBL):
„Die ‚stärkste Liga der Welt‘ ist nicht nur ein Marketing-Claim. Wir können das zurecht behaupten. Über 30 Prozent der Top-100-Spieler der Weltrangliste spielen in der Tischtennis Bundesliga. Wir haben mit Dyn und der Verbindung zu Axel Springer SE einen starken Medienpartner. Gleichzeitig verfügen wir über eine erfolgreiche Nationalmannschaft. In der deutschen Bevölkerung wiederum ist fast jeder schon einmal mit Tischtennis in Berührung gekommen, hat meist schon mal selbst gespielt. Das sind beste Voraussetzungen. Wir haben ein echtes Momentum für Tischtennis. Das wollen wir nutzen.“
Andreas Preuß, Manager Borussia Düsseldorf:
„Jeden Tag finden irgendwo auf der Welt internationale Tischtennisturniere statt. Trotzdem hat die Tischtennis Bundesliga weiterhin eine unglaubliche Bedeutung. Die TTBL ist vital, marktrelevant, hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und ihre starke Position in all den Jahren immer behauptet. Gerade in einer immer internationaleren Tischtennis-Welt bleibt die Bundesliga die Bühne, auf der Identifikation, Rivalitäten und emotionale Bindung entstehen. Genau das macht sie für Fans, Spieler und Partner so attraktiv.“
Steffen Fetzner, Doppel-Weltmeister von 1989 und Vertreter der Tischtennis-Industrie:
„Tischtennis hat einen enormen Vorteil gegenüber vielen anderen Sportarten: Es ist niedrigschwellig, flexibel und praktisch überall erlebbar. Gleichzeitig bietet Tischtennis eine einzigartige Mischung aus Dynamik, Präzision und Emotion. Deshalb eignet sich die Sportart hervorragend, um Menschen zusammenzubringen – im Verein, bei Events oder auch im Unternehmensumfeld. Dieses Potential wollen wir künftig noch stärker sichtbar machen.“