Pokal: Grand Opening feiert Premiere – drei Teilnehmer aus der Vorrunde stehen bereits fest

Pokal: Grand Opening feiert Premiere – drei Teilnehmer aus der Vorrunde stehen bereits fest

Der Deutsche Mannschaftspokal der Herren startet in der Saison 2026/27 mit einem neuen Wettbewerbsformat. Beim erstmals ausgetragenen Pokal Grand Opening werden Ende August in Nürnberg die Teilnehmer für das Liebherr Pokal Final4 ermittelt. Aufgrund der Nichtteilnahme zahlreicher Zweit- und Drittligisten findet zuvor allerdings nur eine einzige Vorrundenbegegnung statt.

Mit dem Pokal Grand Opening beginnt die Deutsche Pokalmeisterschaft der Herren in der Saison 2026/27 mit einem neuen Wettbewerbsformat. Erstmals werden am 29. und 30. August in der Kia Metropol Arena in Nürnberg sämtliche Achtel- und Viertelfinalspiele des Deutschen Pokals an einem Wochenende und an einem zentralen Veranstaltungsort ausgetragen. Die zwölf Klubs der Tischtennis Bundesliga (TTBL) und vier Mannschaften aus der Pokalvorrunde kämpfen um die Tickets für das Liebherr Pokal Final4.

Direkt für das Pokal Grand Opening qualifiziert sind aus der Pokalvorrunde bereits der SV Union Velbert mit seiner ersten und zweiten Mannschaft sowie der TTC immoXone Bietigheim-Bissingen. Den vierten und letzten Startplatz spielen am 23. August der ASC Grünwettersbach II und der 1. FC Saarbrücken-TT II aus. Die Begegnung beginnt um 15:30 Uhr in Grünwettersbach.

Am Samstag, 29. August, werden beim Pokal Grand Opening die Achtelfinals in zwei Sessions parallel an vier Tischen ausgetragen. Die acht Sieger spielen am Sonntag in den Viertelfinals die vier Teilnehmer für das Liebherr Pokal Final4 im Januar 2027 aus. Tickets für das Pokal Grand Opening sind bereits erhältlich.

Pokalvorrunde mit verändertem Ablauf

Dass vor dem Grand Opening lediglich eine Vorrundenpartie ausgetragen wird, ist auf den Teilnahmeverzicht zahlreicher Vereine aus der 2. und 3. Bundesliga zurückzuführen. Elf der 16 für die Pokalvorrunde qualifizierten Mannschaften haben von einem Start Abstand genommen. Die betreffenden Klubs hatten bereits im Vorfeld Kritik an der Neugestaltung des Pokalwettbewerbs deutlich gemacht. Unter anderem sehen sie Nachteile durch den Wegfall von Heimspielen gegen Spitzenklubs der TTBL.

Im Juni hatten Vertreter der Zweit- und Drittligisten, des Deutschen Tischtennis-Bundes und der TTBL die unterschiedlichen Positionen in einem gemeinsamen Austausch erörtert. Dabei verständigten sich alle Beteiligten darauf, die Premiere des neuen Formats gemeinsam auszuwerten und auf Grundlage der gewonnenen Erfahrungen über mögliche Weiterentwicklungen des Wettbewerbs zu beraten. DTTB und TTBL möchten den Pokalwettbewerb im Dialog mit allen Beteiligten weiterentwickeln und dabei sowohl den Anforderungen des internationalen Spielkalenders als auch den Interessen der Vereine Rechnung tragen.

Prause: „Nur im Dialog finden wir eine nachhaltige Lösung“

„Mit der Weiterentwicklung des Pokalwettbewerbs verfolgen wir das Ziel, unsere internationalen Spitzenspieler in einem immer dichter werdenden Terminkalender zu entlasten“, erklärt DTTB-Sportvorstand Richard Prause. „Gleichzeitig verstehen wir die Sorgen der Vereine aus der 2. und 3. Bundesliga. Unser Wunsch ist es deshalb, gemeinsam mit allen Beteiligten einen Modus zu entwickeln, der den Interessen des gesamten deutschen Tischtennissports gerecht wird. Wir werden nur im Dialog eine nachhaltige Lösung finden.“