Showdown im Liebherr Pokal-Final Four: Wer holt sich den ersten Titel des Jahres?

Showdown im Liebherr Pokal-Final Four: Wer holt sich den ersten Titel des Jahres?

Vier Teams, drei Spiele, ein Ziel: Im Liebherr Pokal-Final Four treten am 4. Januar 2026 die vier besten Teams der Pokal-Saison gegeneinander an. Der 1. FC Saarbrücken-TT, die TTF Liebherr Ochsenhausen, der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und der TTC OE Bad Homburg kämpfen vor 5200 Fans in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm um den ersten Titel des Jahres – spannend und kompakt mit den Halbfinals und dem Finale an einem Tag. Live übertragen wird das Liebherr Pokal-Final Four bei Dyn.

Die ratiopharm arena ist bereit für ein Tischtennis-Fest der Extraklasse: Im Liebherr Pokal-Final Four treten die vier besten Teams der Saison im ersten Top-Event des Jahres gegeneinander an, und die Rahmenbedingungen setzen erneut Maßstäbe. 5200 Zuschauerinnen und Zuschauer haben sich angekündigt, der Showdown im Deutschen Tischtennis-Pokal ist damit erneut ausverkauft. Neben einer herausragenden Atmosphäre dürfen sich alle Fans am 4. Januar 2026 natürlich auch auf Weltklasse-Sport freuen, schließlich werden zahlreiche Topstars erwartet.

Allen voran Fan Zhendong: Der Superstar aus China löste mit dem Wechsel zum 1. FC Saarbrücken TT nicht nur einen Tischtennis-Hype im Saarland und in ganz Deutschland aus, sondern er ist für den FCS auch das personifizierte Titelversprechen. Knapp vier Jahre lang stand Fan zwischen April 2020 und März 2024 an der Spitze der Weltrangliste, zweimal holte er den WM-Titel im Einzel (2021, 2023), im August 2024 folgte mit dem Olympiasieg in Paris der Karriere-Höhepunkt. Mit dem FCS hat sich der 28-Jährige nun das Triple aus Pokal, Meisterschaft und Champions League vorgenommen – die erste Erfolgsstation soll am 4. Januar 2026 die ratiopharm arena sein.

Live bei Dyn: Halbfinals ab 11 Uhr

Im Halbfinale treffen Fan und der 1. FC Saarbrücken TT am Sonntag ab 11 Uhr auf die TTF Liebherr Ochsenhausen. Parallel stehen sich am anderen Tisch der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und der TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg gegenüber. Die beiden Sieger treffen anschließend nach einer kurzen Umbaupause im großen Finale aufeinander und kämpfen um den ersten Titel des Jahres. Wer nicht selbst in der ratiopharm arena dabei ist, kann natürlich von zuhause aus mitfiebern: Das gesamte Liebherr Pokal-Final Four wird live bei Dyn übertragen.

„Wir sind natürlich die großen Favoriten“, sagt Saarbrückens Patrick Franziska vor dem Showdown. Mit ihm, Fan und Darko Jorgic schickt der FCS schließlich gleich drei internationale Topstars ins Rennen. Dass der Druck „größer als sonst“ sei, merke die Mannschaft zwar, räumt Franziska ein: „Aber aus meiner Sicht, hat sich unsere ganze Mannschaft in den letzten Wochen und Monaten gut darauf eingestellt und zieht daraus zusätzliche Energie.“

Ochsenhausen hofft auf Shunsuke Togami in Topform

Sieben Trophäen schmücken bislang die Vitrine der Saarländer: Zweimal gelang der Pokalsieg (2012, 2022), einmal die Deutsche Meisterschaft (2020) sowie einmal der Titel im ETTU-Cup (2014) und zuletzt dreimal in Serie in der Champions League (2023–2025). Im vergangenen Jahr scheiterte Saarbrücken mit 1:3 im Finale an Ochsenhausen, beim Wiedersehen im Halbfinale soll am Sonntag die Revanche folgen. „Es ist auf jeden Fall ein ganz neues Spiel“, sagt Franziska, der mit dem FCS kurz vor Weihnachten bereits ein 3:0 gegen Ochsenhausen in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) feierte. „Im Grunde hoffen wir einfach nur, dass wir dieses schwere Spiel irgendwie gewinnen und damit den ersten Schritt Richtung Pokal machen können.“

Bei Ochsenhausen ruhen die Hoffnungen unterdessen auf Shunsuke Togami. In Saison eins nach den Abgängen von Hugo Calderano und Simon Gauzy, die den Klub 2019 und 2025 jeweils zum Double führten, ist der Doppel-Weltmeister der Anführer des Teams. „Natürlich ist die Aufmerksamkeit größer geworden“, sagt Togami zu seiner neuen Rolle im Team, „und es gibt vielleicht auch mehr Erwartungen. Aber ich versuche, mich davon nicht zu sehr beeinflussen zu lassen.“ In der TTBL musste der Japaner in der gesamten Hinrunde erst eine Niederlage hinnehmen, diese allerdings gegen Saarbrückens Darko Jorgic, ausgerechnet.

Hessenderby im Halbfinale: Fulda und Bad Homburg wollen ins Finale

Mit bislang fünf Pokalsiegen (2025, 2019, 2004, 2003, 2002) ist Ochsenhausen das zweiterfolgreichste Team der Pokalhistorie hinter Rekordsieger Borussia Düsseldorf (28). Die Matches in Neu-Ulm sind für die TTF traditionell eine Art Heimspiel – Ochsenhausen und die ratiopharm arena trennen schließlich nur rund 35 Kilometer Luftlinie. Etliche Fans werden daher voraussichtlich am Sonntag den TTF die Daumen drücken. „Als Lokalmatador hoffen wir auf die Unterstützung der Halle, was ein zusätzlicher Faktor sein kann“, sagt Togami: „Ich bin überzeugt, dass wir mit frischer Energie und viel Motivation in dieses Halbfinale gehen.“

Nicht weniger spannend dürfte es am Nachbartisch werden, wenn sich Fulda und Bad Homburg im Hessenderby gegenüberstehen. Bad Homburg war bereits im vergangenen Jahr dabei: 2025 trat das Taunus-Team erstmals im Liebherr Pokal-Final Four an und musste sich im Halbfinale mit 1:3 gegen Ochsenhausen geschlagen geben. Dass Bad Homburg für eine Überraschung gut ist, haben Jo Yokotani und Co. immer wieder bewiesen. Unter anderem im Pokal-Viertelfinale: Mit 3:2 wurde Düsseldorf niedergerunden und damit der kaum für möglich gehaltene Coup geschafft. „Wirklich selbst sehr überrascht“ sei das gesamte Team von diesem Erfolg gewesen, gesteht Yokotani: „Wir hatten vorher gedacht, dass wir nur geringe Chancen haben – aber es hat gereicht. Wir sind auch sehr glücklich, dass wir dadurch beim Pokal-Final Four dabei sind.“

Fulda träumt vom ersten Titel der Vereinsgeschichte

Gegen Fulda geht Bad Homburg am Sonntag erneut als Außenseiter in das Match. Die Osthessen gieren schließlich nach dem ersten Titel der Vereinsgeschichte: Dreimal wurde Fulda bislang Vizemeister in der TTBL (2014, 2015, 2017), viermal in Folge musste sich das Team zwischen 2013 und 2016 zudem im Pokal-Finale gegen Düsseldorf geschlagen geben. Nachdem im vergangenen Jahr knapp der Einzug in das Liebherr Pokal-Final Four verpasst worden war, möchten Dimitrij Ovtcharov und Co. nun angreifen.

„Ich glaube schon, dass Fulda ein kleiner Favorit ist“, blickt Saarbrückens Franziska auf das Duell am Nebentisch. Allerdings: Dass die Rolle als Underdog den Bad Homburgern liegt, haben sie immer wieder bewiesen. „Vielleicht ist die Außenseiter-Rolle wirklich besser für uns“, mutmaßt Yokotani. Die Antwort gibt es am Sonntag im Liebherr Pokal-Final Four.

Die Halbfinals (ab 11 Uhr) und das Finale (im Anschluss) werden live bei TTBL-Medienpartner Dyn übertragen. Die Übertragung der Halbfinals startet jeweils um 10.30 Uhr.

Liebherr Pokal-Final Four am 4. Januar 2026

Halbfinals, 11 Uhr
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg (live bei Dyn)
TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FC Saarbrücken TT (live bei Dyn)

Finale, im Anschluss
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2 (live bei Dyn)