Der „TTBL-Spieler des Monats Juli“: Hugo Calderano (1. FC Saarbrücken-TT)

Der „TTBL-Spieler des Monats Juli“: Hugo Calderano (1. FC Saarbrücken-TT)

In einer Social-Media-Umfrage konnten die Fans der Tischtennis Bundesliga letztmals in der diesjährigen Sommerpause der Meisterschaft aufgrund internationaler Einzelresultate ihren „TTBL-Spieler des Monats Juli“ bestimmen. Unter vier Kandidaten setzte sich TTBL-Rückkehrer Hugo Calderano (1. FC Saarbrücken-TT) vor Doppel-Weltmeister Shunsuke Togami (TTF Liebherr Ochsenhausen), dem deutschen Top-20-Ass Patrick Franziska (ebenfalls Saarbrücken) und Marcelo Aguirre (Werder Bremen) durch.

Er verließ die Tischtennis Bundesliga 2025 als dreimaliger „Spieler des Monats“ sowie beinahe folgelogisch als „Spieler der Saison“ - und kehrt Mitte August als abermaliger „Spieler des Monats“ auch wieder ins Oberhaus zurück: Hugo Calderano meldete sich wenige Tage nach dem offiziellen Beginn seines Vertrags mit dem 1. FC Saarbrücken-TT mit der Empfehlung seines Titelgewinns beim mit 300.000 Dollar dotierten Star Contender im brasilianischen São José dos Campos beim Triple-Gewinner zum Dienst.

Voller Vorfreude auf sein Comeback in der deutschen Eliteklasse kürte die TTBL-Community den 30-Jährigen zum Spieler des Monats Juli. Calderano ist die Auszeichnung nur allzu gut bekannt, denn in seiner letzten Saison bei den TTF Liebherr Ochsenhausen konnte der Südamerikaner 2025 nach seinen Erfolgen im Pokal (Sieg), beim World Cup (Sieg), der Einzel-WM (Finale) und in der TTBL (Sieg) die monatlichen Abstimmungen der Bundesliga-Anhänger für Januar, April und Mai sowie abschließend auch die gesamte Spielzeit für sich entscheiden.

Bei seinem Heimspiel in Sao Jose dos Campos nun imponierte Calderano nach einem Auftaktsieg gegen U21-Europameister Andre Bertelsmeier im Finale mit Nervenstärke. Gegen EM-Champion Alexis Lebrun ließ der Lokalmatador trotz frenetischer Anfeuerung der einheimischen Fans eine 3:1-Satzführung ungenutzt, verwandelte danach gegen den Franzosen im siebten und entscheidenden Durchgang gleich seinen ersten Matchball zum 11:9. Vor seinem elften Einzel-Triumph auf der WTT-Tour hatte Calderano das Mixed-Finale mit seiner Lebensgefährtin Bruna Takahashi noch in vier Sätzen gegen Togami und dessen japanische Teamkollegin Satsuki Odo verloren geben müssen, nun bejubelte der Vizeweltmeister seinen Heimsieg mit einer leicht ungelenk wirkenden Rolle rückwärts und verschob dabei auch noch den Schiedsrichter-Tisch.

Angesichts der Nachrichten aus Brasilien durfte sich in Saarbrücken das Management in seiner Entscheidung für Calderano als Nachfolger für den zu Borussia Düsseldorf abgewanderten Superstar Fan Zhendong bestätigt fühlen. Bereits vor Calderanos Turniersieg im eigenen Land hatte FCS-Kapitän Franziska schließlich aus den Erwartungen der Blau-Schwarzen an den Top-Ten-Star kein Hehl gemacht: „Wenn man einen Hugo Calderano holt, ist alleine dadurch auch klar, dass man wieder um alle Titel mitspielen will.“

Florian Manzke