Der „TTBL-Spieler des Monats April": Kay Stumper (Post SV Mühlhausen)

Der „TTBL-Spieler des Monats April": Kay Stumper (Post SV Mühlhausen)

In einer Social-Media-Umfrage konnten die Fans der Tischtennis Bundesliga (TTBL) nach dem Ende der regulären Saison in der TTBL sowie weiteren WTT-Turnieren ihren „TTBL-Spieler des Monats April“ bestimmen. Dabei standen erneut insgesamt fünf Kandidaten zur Wahl (in alphabetischer Reihenfolge): Csaba Andras (TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg), Mattias Falck (Werder Bremen), Tom Jarvis (ASC Grünwettersbach), Romain Ruiz (TTC Schwalbe Bergneustadt) und Kay Stumper (Post SV Mühlhausen). Stumper erhielt die meisten Stimmen.

Einen besseren Saisonabschluss hätte sich Kay Stumper kaum wünschen können. Immerhin gegen Borussia Dortmunds Top-20-Star Anders Lind feierte der Deutsche Meister vom Post SV Mühlhausen im letzten Einzel des Spieljahres durch seinen ersten Erfolg gegen den Dänen überhaupt und schraubte seine Bilanz durch einen Endspurt von vier Siegen nacheinander auf zufriedenstellende 11:7 Erfolge.

An die Rehabilitierung für seine schwache 4:10-Ausbeute in der vorigen Saison bei Borussia Düsseldorf vor seinem Wechsel nach Thüringen dachte Stumper jedoch zunächst gar nicht und genoss nur den Moment: „Ich habe schon öfter gegen Anders gespielt, immer geführt, immer verloren. Deshalb bin ich froh, dass ich das erste Mal gegen ihn gewonnen habe“, sagte der 23-Jährige im Dyn-Interview.

Der Coup des Rechtshänders überzeugte die TTBL-Community offenbar vollends. Nach seinem dritten Liga-Sieg im April in Serie nach Erfolgen gegen Filip Zeljko (TSV Bad Königshofen) sowie gegen Linds BVB-Kollegen Cedric Nuytinck votierten in der Abstimmung zum Spieler des Monats deutlich mehr Fans für den ehemaligen Team-WM-Zweiten als etwa für Csaba Andras, der bei WTT-Feeder in der Türkei Gold sowohl im Einzel als auch im Doppel gewann.

Für Stumpers Vereinscoach Erik Schreyer ist die Auszeichnung für seinen Schützling „hochverdient. In unseren letzten drei Saisonspielen hat Kay maßgeblichen Anteil daran, dass wir noch einmal solch eine Siegesserie hingelegt haben. Sein Sieg am Ende gegen Lind war überragend.“ Außerdem verhalf Stumper seinem Team damit auf Rang fünf und damit auch zum inoffiziellen Titel „Best of the rest“ hinter den Final4-Teilnehmern.

Nach Ansicht von Schreyer hat Stumper sich während seiner Premierensaison an der Unstrut in der schwierigen Phase der Abstiegsangst durch seine Besonnenheit ausgezeichnet. „Kay ist ein starker Charakter, der die bedrohliche Lage durch seine Coolness nicht so an sich herangelassen und entsprechend unbeeindruckt gespielt hat. Er ist ja eigentlich fast noch blutjung, aber ist mit sieben Bundesliga-Jahren schon ein erfahrener Spieler, der noch extrem viel Potenzial hat“, meinte der Coach in einer „Laudatio“ auf den früheren Nationalspieler.

Seine Möglichkeiten erneut auf einer großen Bühne zeigen will Stumper bei der Verteidigung seines DM-Titels Anfang Juni in Erfurt: „Ich werde bei den TT Finals spielen, aber vorher auch noch bei ein paar internationalen Turnieren, weil ich in der langen Saison in der TTBL kaum Zeit dafür hatte.“

Florian Manzke
Beitragsbild oben: Kay Stumper (Maximilian Brüning)