18. Spieltag: Ochsenhausen braucht Sieg, Spitzenduo will letzten Schritt
Erste Entscheidungen im Kampf um die Teilnahme am Liebherr TTBL Final4 könnten am 18. Spieltag fallen: Borussia Düsseldorf und der SV Werder Bremen haben beste Karten im Rennen um das Halbfinale. Die TTF Liebherr Ochsenhausen dagegen benötigen einen Sieg gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, um die Chance zu wahren. Spannend geht es ebenfalls im Tabellenkeller zu. Alle Partien der Tischtennis Bundesliga (TTBL) werden live bei Dyn übertragen.
1. FC Saarbrücken TT – ASC Grünwettersbach
Duell der Gegensätze im Saarland: Während der 1. FC Saarbrücken TT vom Triple träumt und nach dem Pokalsieg auch in Tischtennis Bundesliga (TTBL) und Champions League auf Kurs ist, geht beim ASC Grünwettersbach das Abstiegsgespenst um. Seit inzwischen gar neun Partien warten die Badener auf einen Sieg und sind in dieser Zeit von Platz sechs auf den letzten Rang zurückgefallen. Dort wird es nun brenzlig: Da sich mit dem TSV Windsbach auch ein Team aus der 2. Bundesliga um eine TTBL-Lizenz für die kommende Saison beworben hat, droht Grünwettersbach der Sturz in die Zweitklassigkeit. Hoffnung dürften dem ASC die jüngsten beiden Auftritte geben: Sowohl gegen Düsseldorf als auch gegen Fulda (beide 2:3) verkaufte sich das Team teuer und schnupperte bei 2:0-Führung jeweils an einem Sieg.
TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell
Schafft der amtierende Meister noch den Sprung ins Liebherr TTBL Final4? Als Tabellenfünfter sind die TTF Liebherr Ochsenhausen derzeit der erste Verfolger der Top vier, haben allerdings bereits vier Punkte Rückstand auf das viertplatzierte Bergneustadt. Ausschlaggebend dafür ist eine Schwächephase zu Jahresbeginn: Viermal in Folge verloren die Schwaben zwischen Mitte Januar und Mitte Februar und verspielten damit eine bessere Ausgangsposition für den Hauptrunden-Endspurt. Zuletzt wurde diese Negativserie durch ein 3:1 in Bad Königshofen beendet. „Der Sieg in Bad Königshofen hat uns Selbstvertrauen gegeben – daran wollen wir jetzt vor heimischem Publikum anknüpfen“, sagt TTF-Trainer Bogdan Pugna vor dem Duell mit dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Die Osthessen blicken ihrerseits auf knifflige Wochen zurück, nach bislang nur zwei Rückrundensiegen ist das Team auf Platz sieben zurückgefallen. „Fulda hat eine sehr erfahrene Mannschaft mit Spielern, die seit vielen Jahren auf höchstem Niveau spielen. Für uns wird es wichtig sein, von Beginn an konzentriert aufzutreten und unseren Rhythmus zu finden“, gibt Pugna die Devise vor. Beide Teams müssen am Sonntag übrigens auf ihre Topspieler verzichten: Bei den TTF fällt Shunsuke Togami ebenso aus wie Dimitrij Ovtcharov bei Fulda.
TSV Bad Königshofen – TTC Schwalbe Bergneustadt
Eine beeindruckende Saison könnte für den TTC Schwalbe Bergneustadt in die Verlängerung gehen: Fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde steht das Team um Benedikt Duda auf dem vierten Platz und hat sich bereits ein kleines Polster erspielt. Mit 22:12 Punkten liegt Bergneustadt vier Zähler vor dem fünftplatzierten Ochsenhausen und hat somit gute Chancen, erstmals seit 2019 in das Halbfinale einzuziehen. Dennoch sei die Lage „immer noch angespannt“, sagte Duda jüngst in unserem Interview: „Denn vier Punkte Vorsprung – das kann noch in alle Richtungen gehen.“ Mit fünf Siegen aus sechs Rückrundenpartien ist Bergneustadt übrigens das zweitbeste Team der zweiten Halbserie hinter Düsseldorf (6:0). Ebenfalls im Aufwind befindet sich der TSV Bad Königshofen: Nachdem die Unterfranken die Hinserie mit nur zwei Siegen auf dem letzten Platz beendet hatten, haben sie inzwischen drei weitere Erfolge eingefahren und die Abstiegszone verlassen. Mit 10:24 Punkten bleibt die Lage allerdings angespannt – der Vorsprung auf Schlusslicht Grünwettersbach (8:26) ist hauchdünn.
SV Werder Bremen – Post SV Mühlhausen
Mit Rechenspielen möchte sich der SV Werder Bremen fünf Partien vor Ende der Hauptrunde nicht befassen. Vielmehr beschreiben die Verantwortlichen die Ausgangslage so: „Wenn wir von unseren fünf letzten Spielen noch zwei gewinnen, müssen wir uns nicht einmal dafür interessieren, was die beiden anderen Mannschaften machen“, sagt Trainer Cristian Tamas. Aktuell hat Werder schließlich beste Karten: 26:8 Punkte weist das Konto der Grün-Weißen bereits aus und damit satte acht Zähler Vorsprung auf Rang fünf – der Halbfinaleinzug könnte somit schon am Montagabend feststehen. „Je eher wir unsere noch fehlenden Punkte sicher haben, umso besser“, sagt Tamas. „Deswegen spielen wir gegen Mühlhausen natürlich auf Sieg.“ Das Hinspiel kurz vor Weihnachten hatten die Bremer in Mühlhausen mit 3:0 gewonnen. Für den Post SV war dieses Match das Ende einer durchwachsenen Hinserie – seit dem Jahreswechsel präsentiert sich das Team jedoch verbessert. Mit 14:20 Punkten findet sich Mühlhausen derzeit als Achter im Tabellenmittelfeld wieder.
Borussia Dortmund – Borussia Düsseldorf
Borussia Düsseldorf hat das Etappenziel fest vor Augen: Mit einem Sieg am Dienstag bei Borussia Dortmund hätte der Rekordmeister die Qualifikation für das Halbfinale bereits geschafft. Aktuell führt Düsseldorf die Tabelle mit 28:6 Punkten an und liegt stattliche zehn Zähler vor dem fünftplatzierten Ochsenhausen. Mit Rückenwind kommt zudem Dang Qiu von den jüngsten internationalen Auftritten: Beim WTT Champions Chongqing scheiterte er erst im Viertelfinale an Wen Ruibo (2:4), nachdem er zuvor Liang Jingkun (3:2) ausgeschaltet hatte. Da, wo die Düsseldorfer bereits sind, möchte Dortmund noch hin: Mit 18:16 Punkten steht der BVB aktuell auf Rang sechs und darf sich noch Chancen auf die erstmalige Teilnahme am Liebherr TTBL Final4 ausrechnen – der Rückstand auf Platz vier beträgt vier Punkte, und mit dem jüngsten 3:1 in Bad Homburg ist das Team wieder auf die Erfolgsstraße eingebogen.
TTC Zugbrücke Grenzau – TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg
Ein richtungweisendes Duell im Abstiegskampf wartet am Mittwochabend auf alle Fans: Sowohl der TTC Zugbrücke Grenzau als auch der TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg befinden sich derzeit mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Grenzau steht aktuell mit 10:24 Punkten auf Platz elf und zwei Zähler vor Schlusslicht Grünwettersbach (8:26); Bad Homburg (12:22) hat als Tabellenneunter noch zwei Punkte mehr Puffer auf den letzten Platz. Da sich mit dem TSV Windsbach nur ein Team aus der 2. Bundesliga um eine TTBL-Lizenz beworben hat, wird es in dieser Saison nur einen Absteiger geben – eines der beiden Teams wird am Mittwoch also einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Das Hinspiel war an das Taunus-Team gegangen: Jo Yokotani (2) und Csaba Andras sorgten mit ihren Einzelerfolgen für einen 3:1-Erfolg.
Der 18. Spieltag in der Übersicht
Sonntag, 15. März
14 Uhr: 1. FC Saarbrücken TT – ASC Grünwettersbach
15.30 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell
17 Uhr: TSV Bad Königshofen – TTC Schwalbe Bergneustadt
Montag, 16. März
19 Uhr: SV Werder Bremen – Post SV Mühlhausen
Dienstag, 17. März
19 Uhr: Borussia Dortmund – Borussia Düsseldorf
Mittwoch, 18. März
19 Uhr: TTC Zugbrücke Grenzau – TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg
Alle Partien werden live bei Dyn übertragen.
Beitragsbild oben: Andreas Levenko von den TTF Liebherr Ochsenhausen (Foto: Nicolai Schaal)