16. Spieltag: Bremen empfängt Ochsenhausen, Bergneustadt reist nach Fulda

16. Spieltag: Bremen empfängt Ochsenhausen, Bergneustadt reist nach Fulda
Dimitrij Ovtcharov vom TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (Foto: Patrick Wichmann)

Noch sieben Partien bleiben den Teams der Tischtennis Bundesliga (TTBL), um die Hauptrunde möglichst erfolgreich abzuschließen. Dabei ist das Rennen vor dem 16. Spieltag sowohl auf den Spitzenpositionen als auch im Tabellenkeller noch völlig offen. Eröffnet wird der Spieltag am morgigen Montag mit der Begegnung zwischen Borussia Dortmund und dem TSV Bad Königshofen. Im weiteren Verlauf kommt es unter anderem zum Topspiel zwischen dem SV Werder Bremen und den TTF Liebherr Ochsenhausen am Mittwoch. Live übertragen werden alle Partien bei Dyn.

Borussia Dortmund – TSV Bad Königshofen

Die jüngste Siegesserie ist seit der vergangenen Woche zwar beendet, an der Zielstellung von Borussia Dortmund aber hat sich nichts geändert: In den letzten sieben Spielen der Hauptrunde möchte sich der BVB noch einen Platz in den Top vier der Liga erkämpfen. „Für uns ist noch alles drin“, sagt Dortmunds Kristian Karlsson vor dem Duell mit dem TSV Bad Königshofen am morgigen Montag. Nach dem jüngsten 1:3 in Bergneustadt rangiert der BVB mit 16:14 Punkten auf Platz sechs und ist damit nur zwei Zähler von den Top vier entfernt. „Wir nehmen Bad Königshofen sehr ernst und planen deswegen grundsätzlich mit unserer besten Mannschaft“, erklärt Dortmunds Trainer Evgeny Fadeev. Die Unterfranken nämlich sind gefährlicher, als es die aktuelle Tabellenposition vermuten lässt. Zwar ist Bad Königshofen weiterhin Tabellenletzter, hat mit 8:22 Punkten aber die Nicht-Abstiegszone im Visier. In der Rückrunde glückten dem TSV, der sich mit Xue Fei verstärkt hat, bereits zwei Siege und damit genauso viele wie in der gesamten Vorrunde. Zuletzt allerdings setzte es Niederlagen in Saarbrücken und gegen Fulda (beide 1:3).

TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – Post SV Mühlhausen

Sowohl der TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg als auch der Post SV Mühlhausen dürfen in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) bislang auf eine erfolgreiche Rückrunde blicken. Beiden Teams gelangen bereits zwei Siege: Bad Homburg siegte in Fulda und Grünwettersbach (beide 3:1), Mühlhausen ebenfalls in Grünwettersbach (3:1) und gegen Fulda (3:2). Angesichts dieses Gleichschritts überrascht es nicht weiter, dass beide auch in der Tabelle gleichauf sind. Mit je 12:18 Punkten stehen der TTC und der Post SV im Mittelfeld und haben je vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegsregion. Das Hinspiel im September war knapp an Mühlhausen gegangen: Marcos Freitas triumphierte im Einzel und Doppel mit Ovidiu Ionescu, zudem war Kay Stumper für die Thüringer erfolgreich.

Borussia Düsseldorf – ASC Grünwettersbach

Die Teilnahme am Liebherr TTBL-Final-Four ist für Borussia Düsseldorf bereits zum Greifen nah: Mit 24:6 Punkten ist der Rekordmeister zahlreichen Verfolgern enteilt, der Vorsprung auf Rang fünf beträgt stolze acht Punkte. Aus den Top vier dürften die Düsseldorfer also kaum noch zu verdrängen sein – dennoch werden sie sich an der Tabellenspitze behaupten wollen, um im Halbfinale auf einen mutmaßlich leichteren Gegner zu treffen. Aktuell steht die Borussia knapp vor Bremen (24:6) und Saarbrücken (22:8). Rückschläge auf internationalem Parkett gab es jüngst für Anton Källberg und Dang Qiu beim Europe Top 16: Källberg scheiterte in Montreux im Achtelfinale an Benedikt Duda, Qiu an Tomislav Pucar (beide 2:3). Recht finster stellt sich die Situation dagegen für den ASC Grünwettersbach dar. Siebenmal in Folge blieben die Badener zuletzt ohne Sieg, jüngst gab es ein 1:3 gegen Bad Homburg. Mit 8:22 Punkten findet sich Grünwettersbach mitten im Abstiegskampf wieder.

1. FC Saarbrücken TT – TTC Zugbrücke Grenzau

Transfernews haben in den vergangenen Tagen die Gemüter rund um den 1. FC Saarbrücken TT bestimmt: Erst verkündete der Pokalsieger den Abschied von Darko Jorgic, wenige Tage später dann die Verpflichtung von Hugo Calderano. Während die Planungen für die Saison 2026/27 also auf Hochtouren laufen, bleibt der Blick sportlich fest auf die nächsten Ziele gerichtet – in TTBL und Champions League möchte der FCS schließlich zwei weitere Titel erringen und damit erstmals das Triple holen. In beiden Wettbewerben liegen die Saarländer derzeit im Soll, in der TTBL sind sie mit 22:8 Punkten als Tabellendritter auf Kurs ins Liebherr TTBL-Final Four. Der TTC Zugbrücke Grenzau hingegen befindet sich dort, wo das Team auch in den vergangenen Jahren war: im Abstiegskampf. Mit 8:22 Punkten fiel das Team von Trainer Slobodan Grujic nach dem heutigen 0:3 gegen Bremen auf den letzten Tabellenplatz zurück, ist aber gleichauf mit Grünwettersbach und Bad Königshofen. Verzichten muss Grenzau am Dienstag auf Feng Yi-Hsin und Luka Mladenovic. „Die Ausfälle wiegen natürlich schwer“, sagt TTC-Manager Markus Ströher. „Aber diese Saison hat bereits mehrfach gezeigt, dass in jedem Spiel alles möglich ist.“

SV Werder Bremen – TTF Liebherr Ochsenhausen

Das Topmatch des 16. Spieltags steigt in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle: Am Mittwochabend empfängt der SV Werder Bremen die TTF Liebherr Ochsenhausen und könnte mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Halbfinal-Teilnahme machen. Die TTF sind schließlich der erste Verfolger des Spitzenquartetts. Mit 16:14 Punkten liegt der amtierende Meister zwei Zähler hinter Platz vier, aber bereits acht hinter den zweitplatzierten Bremern. Die Formkurve Ochsenhausens zeigte zuletzt stark nach unten: Zuletzt setzte es Niederlagen gegen Bergneustadt und in Dortmund (beide 1:3) sowie gegen Saarbrücken. „Wir müssen gemeinsam schauen, wo wir die Energie wiederfinden“, sagte TTF-Trainer Bogdan Pugna nach dem jüngsten 0:3 gegen den FCS. „Wir werden nach vorne schauen, von Spiel zu Spiel denken und weiter hart arbeiten. Es ist keine Krise – aus solchen Situationen entstehen auch neue Chancen, und die Erfolge werden zurückkommen.“ Werder dagegen mischt seit dem Saisonstart in den Top vier mit, ist mit 24:6 Punkten gleichauf mit Tabellenführer Düsseldorf und hat beste Aussichten auf die Teilnahme am Liebherr TTBL-Final Four. Erst am heutigen Sonntag gelang ein 3:0 in Grenzau.

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Schwalbe Bergneustadt

Mit Ambitionen auf die Halbfinal-Teilnahme war der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell in die Saison gestartet, inzwischen ist das Ziel in weite Ferne gerückt. Bereits sechs Punkte beträgt der Rückstand der siebtplatzierten Osthessen auf den vierten Platz – soll die Aufholjagd noch gelingen, muss am Mittwoch gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt unbedingt ein Sieg her. Die Bergneustädter nämlich stehen genau dort, wo Fulda hinmöchte: auf Rang vier und damit einem Halbfinal-Platz. Mit 18:12 Punkten behaupten sich Benedikt Duda und Co. seit Saisonstart beharrlich in der Spitzengruppe. Und auch die Form stimmt: Zuletzt feierte Bergneustadt drei Siege in Folge, darunter gegen die Play-off-Konkurrenten Ochsenhausen und Dortmund (beide 3:1). Duda glänzt zudem auf internationalem Parkett: Beim Europe Top 16 stieß der 31-Jährige erstmals ins Halbfinale vor, in dem er am Sonntag Darko Jorgic (1:3) unterlag. Fulda hingegen beendete jüngst die Formkrise: Nach fünf TTBL-Niederlagen in Serie gab es ein 3:1 in Bad Königshofen.

Der 16. Spieltag in der Übersicht

Montag, 9. Februar
18.30 Uhr:
Borussia Dortmund – TSV Bad Königshofen
19 Uhr: TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – Post SV Mühlhausen

Dienstag, 10. Februar
18.30 Uhr:
Borussia Düsseldorf – ASC Grünwettersbach
19 Uhr: 1. FC Saarbrücken TT – TTC Zugbrücke Grenzau

Mittwoch, 11. Februar
18.30 Uhr:
SV Werder Bremen – TTF Liebherr Ochsenhausen
19 Uhr: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Schwalbe Bergneustadt

Alle Partien werden live bei Dyn übertragen.

Beitragsbild oben: Dimitrij Ovtcharov vom TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (Foto: Patrick Wichmann)